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18. August 2026

Degussa Markenstudie 2026 - Gold-Investments in Europa auf Wachstumskurs

Baar/Frankfurt, 19. August 2026: In unsicheren Marktphasen suchen Anleger in Europa vermehrt nach stabilitätsorientierten Vermögensbausteinen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts SKOPOS, durchgeführt im Auftrag der Degussa Goldhandel. Die repräsentative Erhebung unter 4.000 Personen in Deutschland, der deutschsprachigen Schweiz, Spanien und Großbritannien zeigt einen signifikanten Anstieg der Gold-Investments im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2023. Die Schweiz führt mit 46 Prozent an Anlegern, die bereits in physisches Gold investiert haben, gefolgt von Deutschland (43 Prozent), Spanien (41 Prozent) und Großbritannien (39 Prozent). Die größte Steigerung wird in Deutschland verzeichnet, mit einem Sprung um 17 Prozentpunkte (26 Prozent im Jahr 2023).

Das Omnichannel-Paradoxon: Digitale Recherche, physischer Kauf

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die hybride Customer Journey im Edelmetallhandel: Digitale Recherche und physischer Abschluss bilden eine Einheit. Das Internet ist zwar die primäre Informationsquelle – je nach Markt nutzen zwischen 55 Prozent (Großbritannien) und 80 Prozent (Schweiz) der Interessenten Websites zur Recherche –, doch der stationäre Handel behauptet sich als essenzieller Vertrauensanker. So bevorzugen zwischen 37 Prozent (Deutschland) und 56 Prozent (Spanien) der Anleger den ausschließlichen Kauf in der Niederlassung vor Ort, gefolgt von der Schweiz (51 Prozent) und Großbritannien (38 Prozent). Ergänzend dazu setzt ein signifikanter Teil der Anleger auf einen hybriden Ansatz: Zwischen 31 Prozent (Großbritannien) und 44 Prozent (Deutschland) der Käufer nutzen bewusst beide Kanäle, sowohl online als auch in der Filiale. „Wir beobachten ein Paradoxon unserer Zeit", sagt Alexander Betz, CEO der Degussa Group. „Je digitaler und volatiler das wirtschaftliche Umfeld wird, desto stärker wächst die Sehnsucht nach greifbaren Werten.“ Das physische Erleben von Edelmetallen, die sogenannte Haptik, ist für die Käufer ein entscheidendes Kriterium. In Großbritannien geben sogar 92 Prozent der Befragten an, die Produkte vor dem Kauf real erleben zu wollen.

 

Generationenwechsel und digitale Assistenz

Gleichzeitig vollzieht sich ein demografischer Wandel: Die Alterskohorte der 25- bis 39-Jährigen verzeichnet in Deutschland die höchsten absoluten Zuwächse bei der Nutzung eines etablierten Edelmetallhändlers (hier Degussa), während sich die Nutzung in Spanien auf niedrigem Niveau verdoppelt hat. Bei den 40- bis 55-Jährigen steigt die Nutzung in Deutschland auf 14 Prozent (2023: 9 Prozent) und in der Schweiz auf 11 Prozent (2023: 6 Prozent), um jeweils 5 Prozentpunkte. Flankiert wird diese Entwicklung von einer Affinität zu digitalen Services. So können sich in Großbritannien 42 Prozent der Befragten und in Deutschland 33 Prozent (2023: 22 Prozent) eine Interaktion mit digitalen Assistenzsystemen vorstellen.

 

Markttransparenz und kulturelle Divergenz

Die Erhebung offenbart zudem, was Anleger heute von der Finanzbranche erwarten: An erster Stelle stehen transparente Informationen zu aktuellen Marktentwicklungen und harte Preisdaten. Reine Produktkataloge verlieren über alle Märkte hinweg an Relevanz.

Kulturelle Unterschiede zeigen sich im Umgang mit Daten und Diskretion: Während in der Schweiz der Wunsch nach vertraulicher, datenarmer Abwicklung dominiert (50 Prozent), sind Anleger in Großbritannien (50 Prozent) und Spanien (53 Prozent) offener für die Nutzung von Daten, sofern dies zu personalisierten Angeboten und Konditionen führt. In Deutschland schätzen 44 Prozent der Befragten eine diskrete Abwicklung vor Ort, während 43 Prozent angeben, ihre Daten für individuelle Offerten teilen zu wollen (2023 waren es 32 Prozent).

 
Ausblick: Infrastruktur statt reinem Handel
„Die Ergebnisse der Studie sind auch ein Kompass für die Branche", resümiert Betz. „Der erfolgreiche Edelmetallhändler der Zukunft ist kein reiner Tresor mehr, sondern eine Infrastruktur, die digitale Transparenz, regulatorische Compliance und physische Sicherheit miteinander verbindet. Die Anleger wünschen Flexibilität: Sie wollen sich digital informieren, aber auf greifbare Substanz und persönliche Integrität verlassen können."

 
Zur Methodik
Die Studie 2026 wurde im März 2026 per Online-Access-Panel nach dem internationalen Marktforschungsstandard ISO 20252 durch das Marktforschungsinstitut SKOPOS durchgeführt. Die Stichprobe umfasst 4.000 repräsentative Teilnehmende im Alter von 25 bis 70 Jahren (je 1.000 in Deutschland, der deutschsprachigen Schweiz, Spanien und Großbritannien). Die Ergebnisse ermöglichen valide Trendanalysen im Vergleich zur ersten Erhebung aus dem Jahr 2023.

 
Über Degussa
Degussa ist einer der führenden bankenunabhängigen europäischen Gold- und Edelmetallhändler mit Hauptsitz und aktiven Geschäftsstandorten in der Schweiz sowie Niederlassungen in Deutschland, Spanien und Großbritannien. Das Unternehmen verbindet langjährige Marktexpertise mit moderner Plattform- und Servicekompetenz: zertifizierte Gold- und Silber-Barren und weitere Edelmetall-Produkte, transparente Prozesse und digitale Services für Privatkundinnen und Privatkunden wie auch für institutionelle Anleger. Mit mehr als 3 Milliarden CHF Umsatz (2025) und Vollmitgliedschaft in der London Bullion Market Association (LBMA) steht Degussa für höchste Qualitätsstandards, konsequente Compliance und nachhaltiges Kundenvertrauen. Das Unternehmen treibt internationale Skalierung, operative Exzellenz und den strategischen Einsatz digitaler Technologien voran, um Edelmetalle als langfristigen Vermögensbaustein für alle Generationen zugänglich zu gestalten.

Pressekontakt:
WMP EuroCom AG Berlin, E-Mail: degussa@wmp-ag.de
Degussa Holding AG Oberneuhofstrasse 12, 6340 Baar, Schweiz, E-Mail: presse@degussa.com